·         Ist Leihmutterschaft in Russland erlaubt?

 

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist leider keine Seltenheit mehr, dieser unerfüllte Wunsch hinterlässt große Verzweiflung und Traurigkeit bei den Wunscheltern. Die Leihmutterschaft ist eine Möglichkeit, sich den lange ersehnten Kinderwunsch zu erfüllen. Wir wissen wie schwer und beängstigend diese Entscheidung fällt. Zuerst möchten wir über das Grundgesetz der Russischen Föderation informieren. Schnell kannst du recherchieren, dass Leihmutterschaft in Russland 2013 völlig legalisiert wurde. Die Registrierung der durch die Leihmutterschaft geborenen Kinder ist vom Familiengesetzbuch der Russischen Föderation (Art. 51–52) und vom Föderalen Gesetz zu Akten des Zivilstandes (Art. 16) geregelt. Für ein gleichgeschlechtliches Paar ist die Leihmutterschaft ebenfalls legal, unter der Bedingung, dass nur ein Wunschelternteil am Programm beteiligt ist und der medizinische Teil auf Zypern stattfindet. Laut der russischen Gesetzgebung kann eine Frau im Alter zwischen 20 und 35 Jahren eine Leihmutter werden, wobei Sie bereits ein eigenes Kind haben muss. Eine Kaiserschnittgeburt bei vergangenen Geburten oder Frauen welche an Zucker oder Übergewicht leiden sind vom Leihmutterschaftsprogramm ausgeschlossen. 

 

·         Motivation der Russische Leihmütter und Eizellenspenderinnen?

 

Die meisten russischen Leihmütter und Eizellenspenderinnen nutzen diesen legalen Weg, um sich Ihr Einkommen oder Ihre Lebensumstände aufzubessern. Wir möchten nicht verschweigen, dass die Leihmütter und Eizellenspenderinnen vor allem aus finanziellen Gründen sich entschließen, Wunscheltern zu unterstützen. Dies machen die russischen Leihmütter und Eizellenspenderinnen aus völlig freiwilligen Entscheidungen heraus und sind sich dabei Ihren Handlungen auch voll bewusst. Uns war sehr wichtig, dass unsere Leihmütter und Eizellenspenderinnen Ihre Entscheidung absolut ohne Fremdbestimmung trafen.

 

·         Gesundheit der Leihmütter und Eizellspenderinnen

 

Dies ist eine sehr wichtige Frage von allen Wunscheltern. Der Gesundheitszustand ist ganz klar eine der wichtigsten Fragen im gesamten Prozess. Alle Leihmütter und Eizellspenderinnen wurden von den Reproduktionsmediziner genauestens untersucht und anschließend erst für das Programm freigegeben. (Frauen mit unbehandelbaren gesundheitlichen Problemen werden bereits hier bei der ersten Untersuchung abgelehnt).

 

·         Wie komme ich nach Russland?

 

Der sicherste und schnellste Weg nach Russland ist am Luftweg, es gibt unzählige direkt Verbindungen zu den großen internationalen Flughäfen von Sankt Petersburg oder Moskau. Natürlich sind Sankt Petersburg und Moskau auch mit dem Zug oder mit diversen Buslinien gut erreichbar. Einige nutzen auch die Möglichkeit am Ende des Programms mit dem Auto nach Kaliningrad zu reisen um Ihr lang ersehntes Wunschkind abzuholen. Sobald du in Russland angekommen bist, organisiert die Agentur den Transfer zum gebuchten Hotel und organisiert den Ablauf

 

·         Wie lange muss man in Russland bleiben?

 

Eines der Vorteile ist es, dass man als Wunscheltern nicht oft nach Russland reisen muss. In der Regel reichen zwei Besuche völlig aus.

Die erste Reise nach Russland, ist der Beginn des Programms. Du kommst für 2-3 Tage nach Russland, um sich untersuchen zu lassen, das biologisches Material bei der Klinik abzugeben und den Vertrag mit der Agentur zu unterzeichnen.

Die zweite Reise nach Russland, ist bereits, um das lang ersehntes Wunschkind abzuholen. Du sollten 10-20 Tage einplanen. So lange dauert der Legalisierungsprozess bei den russischen Behörden und unserer Erfahrung nach der Botschaft Ihres Heimatlandes. Die Agentur unterstütz dabei, um alle geforderten Dokumente zu erhalten (inkl. Apostille, Übersetzungen etc.). Nachdem du den Pass deines Heimatlandes für dein Kind hast, unterstützt die Agentur bis zur Ausreise (zb Ausreisevisum)

  

·         Wie wird ein Kind den biologischen Wunscheltern übergeben

 

Nach einer glücklichen Geburt kannst du sofort dein lang ersehntes Wunschbaby in Empfang nehmen. Wenn du ein gleichgeschlechtliches Paar bist, kannst du dein Kind die ersten Tage in der Entbindungsklinik besuchen, das Kind kommt nach der Spitalentlassung in die Obhut des Wunschvaters.

5-7 Tage nach der Geburt können die Eltern eine Geburtsurkunde beim Standesamt sowie eine Sorgerechtserklärung beim Notar von der Leihmutter beantragen.

 

·         Wird der Name der Leihmutter in der Geburtsurkunde erwähnt/aufgelistet?

 

Kommerzielle Leihmutterschaftsverträge zwischen der Leihmutter und den Wunscheltern als Einzelpersonen sind in Russland absolut legal. Wenn du ein alleinerziehender Vater sind, wird der Name der Leihmutter in der Geburtsurkunde des Kindes und in den Dokumenten, die Ihre Vaterschaft belegen, erwähnt. Die Leihmutter unterzeichnet auch eine Sorgerechtserklärung, um die elterlichen Rechte dem biologischen Vater zu übertragen. Wenn du eine Partnerin oder einen Partner hast, muss der Name der Leihmutter in den Dokumenten nicht angegeben werden. Die Leihmutter unterzeichnet notwendigerweise auch eine Vereinbarung, damit das Kind ohne ihrer Zustimmung ins Ausland reisen darf.

 

·         Was, wenn die Leihmutter das Kind behalten will?

 

Die Leihmutter unterzeichnet einen Vertrag mit der Agentur und hat daher Verpflichtungen gegenüber der Agentur, zu denen gehört unter anderen auch die Übergabepflicht des Kindes an die biologischen Eltern. Daher darf eine Leihmutter das neu geborene Kind nicht behalten. Gibt die Leihmutter das Kind nach Eintragung der Eltern in das standesamtliche Geburtenbuch nicht ab, können die Eltern die Herausgabe des Kindes gerichtlich erzwingen.